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Habituation

Bezeichnet die Gewöhnung an einen Reiz. Ein Reiz, der normalerweise eine bestimmte Reaktion auslöst, wird so lange präsentiert, bis diese Reaktion nicht mehr auftritt. So ist zum Beispiel eine normale Reaktion von Pferden, dass sie bei einem lauten Geräusch erschrecken, sich aufbäumen oder durchgehen. Die Pferde, die beim Kölner Karnevalsumzug teilnehmen sollen, werden deshalb schon lange vorher mit lauter Musik und dem Knallen von Feuerwerkskörpern vertraut gemacht. Die ursprünglich unwillkürliche Reaktion wird also durch die Habituation unterdrückt. Beim Menschen findet Habituation in verschiedenen Situationen ebenfalls statt. Zum Beispiel muss man sich als Ärztin oder Krankenpfleger an den Anblick von Blut und Wunden gewöhnen. Die ursprüngliche Reaktion (Schreck oder Ekel) verringert sich bei jedem Kontakt mit einem Patienten, bis sie nicht mehr auftritt.

Eine absichtlich herbeigeführte Habituation wird besonders in der Verhaltenstherapie (Glossar) zum Beispiel bei der Behandlung von Angststörungen, eingesetzt. Habituation wird hier meist so verstanden, dass eine Angstreaktion sich nur bis zu einem begrenzten Grad aufbauen und eine bestimmte Zeitdauer anhalten kann. Danach ist der Betroffene rein körperlich nicht mehr in der Lage, die starke Erregung weiter aufrechtzuerhalten und die Angst nimmt von selbst ab. Schaffen es die Klienten in der Therapie, so lange in der angstauslösenden Situation zu bleiben, bis dieser Punkt erreicht ist, können sie lernen, dass sich ihre übersteigerten Befürchtungen (z. B. "ich werde herunterfallen und sterben, wenn ich auf diesen hohen Turm steige.") nicht bewahrheiten - ihre Angst also unbegründet ist.

 

Halluzination

Wahrnehmung, die nicht durch entsprechende äußere Sinnesreize hervorgerufen wird, jedoch für die betroffene Person Realitätscharakter besitzt (Davison & Neale, 1988, S.790).

 

Hemisphäre

Als Hemisphären werden die beiden Gehirnhälften bezeichnet.

 

Hippocampus

Teil des Gehirns. Dem Hippocampus wird eine zentrale Rolle bei der Festigung von Gedächtnisinhalten zugesprochen. Eine Zerstörung des Hippocampus führt zur Unfähigkeit, neues Lernmaterial zu behalten. (Dorsch, 1987)

 

HIV (siehe Aids)

 

Hormone

Sind Botenstoffe, die der Körper selbst produziert und die dafür sorgen, dass Informationen z.B. vom Gehirn an die Schilddrüse gelangen. Wichtige Hormone sind z.B. Östrogen und Testosteron (weibliches und männliches Geschlechtshormon).

 

Hypnose

Therapeutische Methode, durch die Menschen in einen Trancezustand versetzt werden. Trance ist ein alltäglicher Zustand, wie er z.B. beim Betrachten eines Films auftreten kann. Er zeichnet sich aus durch Entspannung und eine eingeschränkte Wahrnehmung. Auch unter Hypnose bleibt man immer Herr über die Situation (dgh).

 

 

 

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