O/P

Paranoia

Allgemeiner Begriff für systematische Wahnideen bei sonst ungestörten psychischen Funktionen. Häufig in der Form von Verfolgungs- und Größenwahn. Paranoia ist ein Symptom, das man bei verschiedenen psychischen Störungen, z.B. Schizophrenie und Paranoider Persönlichkeitsstörung beobachten kann. Derartige Wahnideen können auch durch große Dosen bestimmter Stoffe wie Kokain oder Alkohol ausgelöst werden (Davison & Neale, 1988, S.798).

 

Phobie (Phobische Störung)

Das Hauptmerkmal ist eine anhaltende und irrationale Furcht vor einem bestimmten Objekt, einer Tätigkeit oder einer Situation, die zu dem drängenden Wunsch führt, das gefürchtete Objekt, die Tätigkeit oder die Situation zu vermeiden. Die Furcht wird vom Betroffenen als übermäßig und irrational, gemessen an der tatsächlichen Gefährlichkeit, erkannt (Davison & Neale, 1988, S.799).

 

Physiologie

Physiologie ist der Fachbegriff für die Lehre von den allgemeinen Körper- und Lebensfunktionen, wie zum Beispiel dem Herzkreislauf oder Hirnfunktionen.

 

Physiologische Tests

Durch physiologische Tests soll herausgefunden werden, wie der Körper z.B. auf ein Therapieverfahren etc reagiert. Ein EKG (Elektrocardiogramm) soll abklären wie sich der Puls / Herzschlag verhält; in Stressreaktionen oder bei der bloßen Vorstellung einer Stressreaktion kann es zu einem drastischen Anstieg kommen.

Gefühlsbetonte Gedanken und Erfahrungen gehen häufig mit einer Zunahme der Aktivität der Schweißdrüsen einher: wird eine Situation vom Gehirn als "Stress" identifiziert, so wird vermehrt Schweiß produziert. Damit leitet die Haut Strom besser, d.h. die elektrische Hautleitfähigkeit nimmt zu.

 

Posttraumatisch

nach einem Trauma; z.B. posttraumatischer Stress ist Stress, der nach dem Erleben eines traumatischen Ereignisses entsteht.

 

Posttraumatische Belastungsstörung / PTBS / PTSD / PTB

Nach dem DSM-IV (Glossar) (APA, 1996, S. 491 f.) besteht das Störungsbild der PTBS im Wesentlichen aus drei Symptombereichen: dem Wiedererleben des Traumas (z.B. Flashbacks, Alpträume; Kriterium B), dem Vermeiden traumarelevanter Reize (z.B. sich an Teile des Erlebnisses nicht erinnern können, bestimmte Orte oder Situationen nicht aufsuchen; Kriterium C) und den Symptomen eines erhöhten Erregungsniveaus (z.B. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme; Kriterium D). Die Symptomatik muss einem traumatischen Ereignis folgen (Stressor-Kriterium; Kriterium A), das z.B. zur Verletzung oder zum Tod von Menschen führte und bei der betroffenen Person Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen auslöste. Es wird erst dann von einer PTBS gesprochen, wenn die Symptomatik länger als einen Monat andauert (Kriterium E). Zusätzlich kann zwischen einer akuten PTBS und einer chronischen Form unterschieden werden. Bei der akuten PTBS treten die Symptome bis zu drei Monate lang auf, bei der chronischen PTBS länger als drei Monate. Die Störung muss eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität beim Betroffenen auslösen (Kriterium F).

 

Prävalenz

Die Prävalenzrate gibt an, wieviel Prozent der untersuchten Gruppe in einem bestimmten Zeitraum (meist der Untersuchungszeitraum) krank sind (z.B. prozentualer Anteil der Feuerwehrleute in Deutschland, die bei einer zwei-monatigen Fragebogenuntersuchung die Diagnose "Posttraumatische Belastungsstörung" (Glossar) erhalten.

Siehe auch Lebenszeitprävalenz (Glossar).

 

Psychiater

Ein Arzt mit einer Zusatzausbildung zum Facharzt für Psychiatrie, sprich eine Person, die Medizin studiert und sich anschließend entsprechend weitergebildet hat. Der Unterschied zum Psychologen (Glossar) besteht vor allem darin, dass Psychiater, da sie Mediziner / Ärzte sind, Medikamente verschreiben und verabreichen können, was ein Psychologe nicht darf.

 

Psychoaktive Substanzen

Stoffe, die psychologische Prozesse beeinflussen, indem sie die synaptische Übertragung, also die Reizübertragung von einer Nervenzelle zur anderen, beeinflussen. Die Reizübertragung kann dabei entweder gefördert oder gehemmt werden.

 

Psychoedukation

Man spricht von Psychoedukation, wenn es darum geht Informationen z.B. über Traumata (Glossar) und deren Folgen für Körper und Psyche gezielt an Betroffene weiterzugeben.

 

Psychologe

Ein Psychologe ist eine Person, die Psychologie studiert hat. Der Unterschied zum Psychiater (Glossar) besteht vor allem darin, dass Psychiater, da sie Mediziner / Ärzte sind, Medikamente verschreiben und verabreichen können, was ein Psychologe nicht darf.

 

Psychologische Tests

Psychologische Tests können z.B. Leistungstests (z.B. Intelligenztests) oder Persönlichkeitstests sein. Unter Persönlichkeitstests fallen auch klinische Tests, d.h. das Krankheitsbild der Person wird abgefragt. Oft werden speziell konzipierte Fragebögen verwendet. Hierbei wird im Vorfeld streng wissenschaftlich ein Mittelwert berechnet, der für den größten Teil der Bevölkerung zutrifft. Was von dieser gemittelten Norm abweicht, gibt Hinweise auf psychische Erkrankungen.

 

Psychosomatik

Die Psychosomatik ist eine medizinisch-psychologische Krankheitslehre, die davon ausgeht, dass körperliche Beschwerden und Erkrankungen ihre Ursache oft in seelischen Problemen haben. Die Psyche nutzt den Körper als ihr Sprachrohr. Psychosomatische Erkrankungen sind solche, bei denen psychische Faktoren auf Entstehung und Verlauf einer körperlichen Krankheit Einfluss haben.

 

PTB (Glossar) / PTBS / Posttraumatische Belastungsstörung / PTSD

 

PTBS (Glossar) / Posttraumatische Belastungsstörung / PTSD / PTB

 

PTSD (Glossar) / Posttraumatische Belastungsstörung / PTBS / PTB

 

 

 

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