Traumatherapie

Seit 1999 bin ich als Notfallpsychologin und Traumatherapeutin tätig.

Erste Erfahrungen sammelte ich mit Opfern des Lawinenunglücks von Galtür, Mitarbeitern des THW, die nach einem Erdbeben in der Türkei nach Verschütteten suchten, sowie den Jungendlichen und Eltern des Busunglücks von Melk, bei dem ein Reisebus mit Jugendlichen auf dem Weg in den Urlaub verunglückten und es sechs tote Jugendliche gab. Zuletzt war ich, was Großschadensereignisse angeht, in der notfallpsychologischen Betreuung nach dem Amoklauf von Winnenden für die Unfallkasse Baden-Württemberg tätig.

Ich lernte mein Handwerk durch intensives Literaturstudium einschlägiger Fachliteratur, berufsbegleitender Fortbildung, sowie unter der fachkundigen Anleitung erfahrener Kolleginnen, z.B. Frau Dipl.-Psych. Gerlinde Dötsch, bis vor kurzem therapeutische Leiterin des Behandlungszentrums für Folteropfer in Ulm (jetzt im Ruhestand).

Seit 1999 habe ich in eigener, privater Praxis vielen Menschen notfallpsychologisch und traumatherapeutisch weiterhelfen können. Darunter Menschen, die Opfer extremer, sexueller Gewalt (Vergewaltigung, Missbrauch, Inzest) wurden, emotional und körperlich misshandelt wurden, schwere Verkehrsunfälle erlebten, Kriegserfahrungen überlebten, gestalkt werden, Menschen, die ihre Lebenspartner oder Kinder durch Unfälle oder Suizid verloren, Menschen, die bei einem Verkehrsunfall jemanden töteten, Schulklassen nach dem Suizid oder anders verursachten Tod eines Mitschülers, Hinterbliebene nach dem Verlust eines Familienmitglieds durch eine Straftat (z.B. Mord), Menschen, die lebensbedrohlichen Krankheiten oder extremen medizinischen Prozeduren ausgesetzt waren. Und ich begleite meine Klienten auch bis zum Tod, wenn die Krankheit nicht zu besiegen ist. Ebenso gehören suizidale Krisen zu meinem Erfahrungsbereich.

Ich schaue mittlerweile auf eine über 13jährige Berufserfahrung in der Behandlung von Traumafolgestörungen zurück. Der Schwerpunkt liegt für mich in der Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung. Aber auch Anpassungsstörungen, andere Angststörungen, dissoziative Phänomene, sowie die oftmals begleitenden und hinderlichen Persönlichkeitsstörungen oder Persönlichkeitsveränderungen nach traumatischen Erfahrungen gehören zu meinem Erfahrungsbereich.

Ich arbeite mit gängigen traumatherapeutischen Konzepten wie Psychoedukation über die Entstehung und Aufrechterhaltung von Traumareaktionen, imaginativen Verfahren zur Stabilisierung, sowie mit Entspannungstechniken. Die Restrukturierung der Erinnerungsinhalte führe ich je nach Klient anhand der Narrativen Expositionstherapie durch oder anhand der Struktur einer psychologischen Nachbesprechen. Diese Rekonstruktion wird gepaart mit Stressmanagementtechniken, die es dem Betroffenen ermöglichen, mit den Belastungsreaktionen im Alltag umzugehen. Gegebenenfalls führe ich diese Rekonstruktionen auch an Tatorten durch. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Für die kognitive Restrukturierung dysfunktionaler Affirmationen habe ich gute Erfahrungen mit dem Sokratischen Dialog sowie schematherapeutischen Konzepten gemacht.

Ich sehe mich als jemanden, der seinen Klienten schnellstmöglich einen kompetenten Umgang mit den traumatischen Erinnerungsinhalten und den dadurch immer wieder auftretenden Belastungsreaktionen ermöglicht.

 

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